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Qualifizierter Ausbilder in drei bis 14 Tagen?

Die Angebote im Netz zum sogenannten “Ausbilder-Schein”, also der formalen Berechtigung nach AEVO (Ausbilder-Eignungsverordnung), künftig Auszubildende anzuleiten, versprechen die Vorbereitung auf die Prüfung, zum Teil in kürzester Zeit.

Was bedeutet Ausbildereignung oder Ausbilder-Schein? Ich zitiere hier einmal aus der AEVO:

Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung umfasst die Kompetenz zum selbstständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren der Berufsausbildung in den Handlungsfeldern:
1. Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen,
2. Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken,
3. Ausbildung durchführen und
4. Ausbildung abschließen.

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Aber was halten die Kurse? Ist man im Anschluss praktisch qualifizierter Ausbilder, der das Handwerk der didaktisch-methodischen Anleitung von jungen Erwachsenen beherrscht?

Beginnen wir doch einmal mit der Fragestellung:

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Welches Ziel verfolgen SIE, wenn Sie einen dieser Kurs buchen?

Mögliches Ziel: Sie benötigen lediglich die formale Berechtigung, um künftig auszubilden. Dies kann sein, weil ein bisheriger Ausbilder das Unternehmen verlässt. Bisher haben Sie bereits praktische Erfahrung als Ausbildungsbeauftragter gesammelt, auch unter Anleitung des bisherigen sehr erfahrenen Ausbilders.

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Ein anderes Ziel kann sein, dass Sie diese Prüfung ablegen müssen, um eine Fortbildungsprüfung (z. B. Meister, Fachwirt) ablegen dürfen. In vielen Fällen ist es noch notwendig, die Ausbilder-Berechtigung nachzuweisen, wenn man einen Fortbildungsabschluss anstrebt. Hier lohnt sich ein Blick in die jeweilige Fortbildungsordnung und deren Zulassungs- und Prüfungsvoraussetzungen.

Dann ist es durchaus sinnvoll, in möglichst kurzer Zeit diese Formalie zu erfüllen, um die Ausbildungsberechtigung für Ihr Unternehmen aufrecht zu erhalten.

Oder haben Sie das Ziel, dauerhaft wertvolle didaktisch-methodische Ausbilder-Tätigkeiten zu verrichten? Sie haben das Ziel, dass die Ausbildung in Ihrem Unternehmen nachhaltig wirkt? Sie wollen als guter Ausbildungsbetrieb Ihr Arbeitgeberimage aufmöbeln?

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Dann heißt es für Sie:

Leave your comfort zone!

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Komfortzone verlassen heißt für Sie als Ausbilder: Lernen, lernen, lernen. Ja, Sie lesen richtig! Die Berufspädagogik bleibt nicht stehen, sie entwickelt sich weiter. Ein Beispiel ist die berühmte “Vier-Stufen-Methode“, die nach wie vor als pädagogisches Allheilmittel in der Ausbildung eingesetzt wird. Moderne Ausbilder setzten diese nur sehr selten ein.
(Warum, erkläre ich Ihnen in einem der folgenden Blogbeiträge)

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Lernen als Ausbilder bedeutet für Sie nun, dass Sie Aufbauseminare besuchen sollten, um Ihr Wissen zu vertiefen und dieses auch stets up-to-date zu halten.

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Achten Sie bei den Seminaren und Workshops darauf, dass diese aktiv sind und Sie Ihre praktischen Erfahrungen und Beispiel mit einbringen dürfen. Denn reine Theorieinhalte zu konsumieren macht Sie auch nicht zu einem besseren Ausbilder. Ideal sind Workshops, die auf Ihren Bedarf im Unternehmen abgestimmt sind.

Daneben ist Coaching am Arbeitsplatz sinnvoll. Das kann beispielsweise ein erfahrener Kollege übernehmen. Oder eben externe Berater und Coaches, die sich auf das Thema Ausbildung spezialisiert haben.

Hilfreich sind auch Netzwerke für Ausbilder, gleich ob online oder offline. Hier können Sie sich in der Regel themenbezogen mit anderen Ausbildern austauschen und sich Anregungen holen. Meist findet auch ein Impulsvortrag und /oder eine moderierte Diskussion statt. Auch diese Formen liefern wertvolle Anregungen für Ihren Ausbildungsalltag.

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Sie denken, ich mache hier nur Werbung für BizTrain4U?

Ja, natürlich – es ist ja schließlich auch unsere Website 🙂 Aber nun mal im Ernst: Zu unseren Dienstleistungen rund um die Ausbildung dürfen Sie sich gerne auf unserer Homepage umsehen. Oder Sie rufen uns an und wir besprechen, ob und welche unserer Dienstleistung für Sie passend ist.

Sie dürfen uns auch einmal persönlich kennenlernen und live erleben: Kommen Sie doch einfach zu einem unserer Netzwerktreffen TreffpunktAUSBILDUNG.

Und wenn Sie uns nicht mögen, gibt es ja noch eine Reihe weiterer Profis, die Dienstleistungen rund um die Ausbildung anbieten. Hier eine kleine Auswahl aus meiner eigenen Recherche:

  • Sabine Bleumortier, München – www.bleumortier.de
  • Elisabeth Zollner, Straubing – www.azubimagnet.com
  • Daniela Gieseler, Freudenberg – www.azubiscout.com

In den gängigen Suchmaschinen finden Sie sicher noch weitere Beratungs- und Trainingsdienstleister.

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Und nun? Wie geht es weiter?

Fakt ist: Ausbilder wird man jedoch auch nicht in 14 Tagen! Ob Crash-Kurs oder 14-Tages-Kurs – in allen Kursen kann nur eines vermittelt werden: Grundwissen. Theoretisches Grundwissen. Nicht mehr, nicht weniger.

Wie es nach dem formal wichtigen Ausbilderschein nach AEVO weitergeht entscheiden ganz alleine Sie. Da Sie jedoch bis hierher gelesen haben, sind wir sicher, Sie setzen sich mit dem Thema “Qualitätsvolle Ausbildung” auseinander. Und das alleine ist schon der erste Schritt in die richtige Richtung.

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Wichtig finden wir in jedem Fall, dass Sie am Ball bleiben und auch als Ausbilder weiterlernen. Holen Sie als Unterstützer und Begleiter das Unternehmen oder den Berater, der Ihnen am kompetentesten und natürlich am sympathischsten ist. Das ist die Basis für eine vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit.

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Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim Ausbilden!

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In unseren Beiträgen verwenden wir der Einfachheit halber die männliche Schreibweise. Wir sprechen damit selbstverständlich alle Geschlechter an!

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